Datum: 15.07.2005
Waschen,
Erledigen und Geniessen
In der ueberschaubaren Hauptstadt Burjatiens nutzen wir unsere bisher laengste
Fahrpause in Russland fuer Erledigungen aller Art und verbringen eine erholsame
und schoene Zeit.
Unseren "Urlaub" hier verbingen neben ausfuehrlichen Internetsessions
mit einer gruendlichen Pflege von Gepaeck, Ausruestung und Motorraedern.
Elianes Waschmaschine hat ein paar schwere Tage hinter sich.. :-)
Die Motos bekommen neben dem Genuss eines Dampfstrahlers und einer Handwaesche
auch neue Reifen aufgezogen Nach 16200 km ist zwar immer noch genug Gummi fuer
ein paar tausend Strassenkilomter auf den "Explorern" vorhanden, aber
fuer die Pisten der Mongolei haben wir lieber wieder Stollen. Ausserdem haben
wir so wieder ein paar kg Gepaeck weniger!
Einen Tag lang schwitzen wir in der staubigen Stojanka, dann sind alle vier
Pneus von Hand montiert.
die
mongolischen Visa
Um unsere Visa fuer die Mongolei zu beommen, machen wir uns auf den Weg ins
Konsulat. Dort werden wir zur Reiseagentur "Naran-Tours" im Hotel
"Burjatia" geschickt, um uns eine Einadung zu besorgen.
Gesagt, getan. Dort ist man ein wenig ertsaunt, denn wir brauchen gar keine
Einladung. Aber unsere Visa koennen sie besorgen - auch recht :-)
Die englisch sprechende und leicht ueberfordert wirkende Dame fuellt unsere
Antrage aus, klebt die Passfotos ein und kassiert auch gleich die 30,- USD je
Visa plus 100,- RUB Berarbeitungsgebuehr. Obwohl wir die Unterlagen unserer
Langzeitreisekrankenversicherung vorlegen, muessen wir fuer 10,- USD p.P noch
eine mongolische Kranenversicherung abschliessen. Von irgendwelchen Zollabgaben
oder Kautionen fuer die Motos sei ihr nichts bekannt Wir lassen uns einfach mal
ueberraschen...
Tommy und Rosa haben ihre Visa in Irkutsk besorgt - eine KV brauchten sie
nicht. Sie schicken uns nach erfolgreicher Einreise am 10.07. eine SMS: drei
Stunden und sie sind ohne Probleme eingereist
Ochir, unser mongolischer Freund aus Deutschland hat es geschafft seine neu
erworbene "Tenere" und sich selbst einzufliegen und erwartet uns
bereits in seiner Heimat. Na dann mal los!
Urlaub
Neben unseren Erledigungen geniessen wir natuerlich auch noch unseren
"Urlaub".
Am 09.07., Rosas Geburtstag, goennen wir uns ein frisch gezapftes kuehles
Blondes in einem der Biergaerten der neuen und sehr europaeischen
Fussgaengerzone, bevor die beiden am 10.07. weiterfahren.
Noch so manches Mal schlendern wir in den naechsten Tagen durch die nette
Innenstadt von Ulan-Ude. Mit ihren Strassenmusikern, bunten Geschaeften und
Brunnen fuehlen wir uns irgendwie ein wenig wie in Freiburg - verrueckt aber
wahr! :-)
Mit Johanna, eine Freundin von Elian und unsere Mitbewohnerin, verbringen wir
so manch gemuetlichen Abend und lernen schnell den roten
"BAIKAL"-Woda kennen und schaetzen
Am 14.07. besuchen zusammen das ethnografische Freilichtmuseum 
am Rande Ulan-Udes. Eine weitere Bekannte von
Eliane und ihre russ Gastgeberin begleiten uns. Auf dem Gelaende sind
verschiedene Haueser aus Burjatien zusammengetragen und man bekommt einen
kleinen Einblick in die Lebensweise vergangener Zeiten
Die auen Sommernaechte verlocken zum Rausgehen und so machen wir drei es uns am
Abend unter dem riesigen Leninkopf in der Stadt gemuetlich Dazu ein gepflegter
Wodka-Lemon - was will man mehr :-)
Da viele der Supermaerkte und kleinen "Produktis" hier rund um die
Uhr geoeffnet haben, ist der Nachschub gesichert und diese Nacht wird etwas laenger...
Ulan-Ude ist eine Stadt in der man sich durchaus wohl fuehlen kann. Wir haben
die 12 Tage hier sehr genossen und werden nach unserem Besuch in der Mongolei
noch einmal hier vorbeischauen. Schliesslich wollen wir Eliane, die uns so
grosszuegig ihre Wohnung zur Verfuegung gestellt hat, doch endlich einmal
persoenich kennen lernen.