- Benzin: meist 76
- 80 Oktan, ca. 700,- TUK / Liter. In den Aimag-Hauptstädten (im
Zentral-Aimag auch manchmal öfters) auch 92 Oktan, ca. 790,- Tukruk
- Währung: Tukruk,
1490 TUK - 1 € (13.08.05)
Um es
gleich vorneweg zu sagen - wir könnten bereits jetzt ein ganzes Buch über
dieses faszinierende Land schreiben. Dieser Bericht wird zwar lang, aber
dennoch nur eine Zusammenfassung sein.
Die Tour:
Am 17.07.2005 verlassen wir das
mittlerweile vertraute Russland und machen uns über die A/M 165 auf den Weg zum Grenzübergang bei 'Khiagta'. Anfangs gut asphaltiert, wir der Belag bald schlechter
und bei dem einsetzenden Regen stellenweise recht schmierig. Die Landschaft
wird immer baumloser und die sanften Hügel geben einen kleinen Vorgeschmack auf
die mongolische Landschaft.
Die Ausreise aus Russland
verläuft problemlos, die Einreise in die Mongolei mit unseren, in Ulan-Ude
besorgten, 30-Tage Visa ist ebenso recht reibungslos. Für 1100,- Rubel pro
Motorrad müssen wir eine Haftpflichtversicherung abschließen. Die Gültigkeit
beschränkt sich zwar auf zwei Wochen, aber laut dem gut gelaunten Grenzer
interessiert dies sowieso keinen... Nach knapp zweieinhalb Stunden haben wir
alle Stempel beisammen und unser mongolischer Freund Ochir empfängt uns mit
seinen Brüdern nach der Grenze. Wir freuen uns riesig, endlich im "Reich
des Dschingis Khan" angekommen zu sein und die knapp 20 km bis zu dem Haus
von Ochirs Eltern verbringen wir mit dem ein und anderen Jubelschrei.
Aufs herzlichste werden wir in Suchbaatar empfangen und mit dem
traditionellen Tee, einem Festessen, Vodka und einem, uns zu Ehren, frisch
geschlachteten Schaaf verwöhnt.
Am nächsten Tag begleitet uns
eine Reporterin und ihr Kameramannn zu drei Schulen, denen wir unsere
mitgebrachten Fußbälle schenken. Dummerweise sind zur Zeit drei Monate
Schulferien und wir werden daher immer von den Schulleitern empfangen, die sich
jedoch sehr über die Bälle freuen und auch gut gebrauchen können. Ochir hat die
schwierige Aufgabe zu dolmetschen. Dies ist aufgrund der komplett anderen
Ausdrucksweise im Mongolischen nicht immer ganz einfach.
Nach einem Ausflug zu einem
herrlichen Aussichtsplatz über die wild verschlungene 'Selenge' und deren Tal, beenden wir diesen Tag erneut bei einem
Festessen.
Am 19.07. machen wir uns auf
den Weg in die Hauptstadt 'Ulan-Baatar'.
An den bekannten heiligen Bäumen, ein paar km südlich von Suchbaatar, werden
wir, der Tradition entsprechend verabschiedet. Blaue Tücher werden an die Bäume
gebunden, Steine und Reis auf die "Owoos" (Steinhaufen mit einem
Pfahl in der Mitte) verteilt, während wir dreimal herumlaufen und unsere
Wünsche loswerden. Milch wird als kleine Opfergabe auf die Tücher und vor der
Abfahrt an den Motorrädern verteilt und wir bekommen auch von dem heiligen Sand
etwas in Taschen und Stiefel.
Gegen Mittag geht es dann auf
die sehr gute und schön verlaufende Landstraße nach Ulan-Baatar.
Von denn knapp 2,5 Mio. Mongolen
leben eine Millionen in der, nicht gerade reizvollen und mit chaotischem
Verkehr angereicherten Metropole.
Nachdem wir Tommy und Rosa im
Hotel "Panda" besucht und uns ebenfalls für 22000,- TUK pro Nacht,
incl. Garagenplatz dort eingemietet haben, geht's zum berühmten Biergarten
"Khan-Bräu". Bei echtem deutschen Bier und dem ersten SchniPoSa seit
über fünf Monaten kommen wir an - welch ein lang vermisster Genuß!
Tommy und Rosa sind bereits
einige Tage in der Stadt und haben Kontakt zur Hilfsorganisation "HELP!
international" aufgenommen. Marianne, eine der hoch motivierten
Mitarbeiterinnen der christlichen Organisation holt uns am nächsten Tag mit dem
Taxi ab und mit unseren, mit Fußbällen vollgeladenen Motos folgen wir ihr zum
Ferienlager außerhalb der Stadt, wo die Kinder zur Zeit ihre Schulferien
verbringen. HELP! ist eine ehrenamtliche Organisation, mit weltwei ca. 114
Mitarbeitern, die sich durch Spenden selber finanziert. Mit Heimen rund um den
Globus, kümmern sie sich um die Straßenkinder, Drogenabhängigen, Waisen und
straffällig gewordenen Kinder.
Einige der Kinder erzählen uns ihre Schicksale und wie sie durch
den Glauben an Jesus aus diesen ausbrechen konnten. Fast alle erzählen von
Schlägen durch die alkoholisierten Eltern und Geschwister, eines mußte sogar
einen Mord im Ger mit ansehen. Der Gedanke des Missionierens (in der Mongolei
herrscht eine Mischung aus Buddhismus und Schamanismus) hat uns zwar bisher
immer ein wenig mißfallen, aber den Kindern hier hilft der Glaube an Gott sehr.
Nach dem Besuch in dem Camp,
fahren wir mit Marianne und dem kleinen "Herzensbrecher" 'Bumbuur
le', was übersetzt 'Bällchen' bedeutet (wie passend...), in eine der
Wohngemeinschaften in der Stadt. In 5 Zimmern leben hier 13 Kinder zusammen mit
zwei Betreuerinnen auf engem Raum. Jede Betreuerin hat "ihre" kleine
Familie, mit der sie gemeinsam lebt. Bei Limonade und Fotos erfahren wir mehr
über das Leben hier und staunen immer wieder über das große Engagement der
Mitarbeiter. Zur Zeit ist ein neues Haus am Rande der Stadt in Bau, damit noch
mehr Kinder aufgenommen werden können. Besonders Möbel und Einrichtungsgegenstände
fehlen hier noch. Wer Interesse hat, den Kindern in UB zu helfen, sei es durch
Patenschaften oder Spenden, darf uns gerne eine Email schicken. Wir leiten
diese dann weiter an Marianne.
Zum Abschluß unseres
interessanten Besuches, bringen unsere Fußbälle Kinderaugen zum Strahlen. Wir
wünschen den Kids in Ulan-Baatar viel Spaß damit und den Mitarbeitern weiterhin
so viel Geduld und Durchhaltevermögen!
Nach einem weiteren,
fantastisch großen und leckeren Schitzel mit Kartoffelsalat im
"Great-Mongol" fallen wir spät abends müde und beeindruckt in unsere
Hotelbetten.
Unseren letzten Tag in Ulan-Baatar verbringen wir mit
Ersatzteile-Suchen und -Beschaffen (bei km-Stand 49653 gibt auch die
Tachoschnecke der 'Dicken' den Geist auf, unsere vorderen Ritzel weisen erneut
deutliche Verschleißspuren auf und Ochirs T?n?r? braucht einen frischen
Hinterreifen). Tachoschnecke und Reife haben wir auftreiben können, unsere
Ritzel müssen einfach durchhalten...
Dann, am 22.07. verlassen wir
die von Abgasen geschwängerte Luft der auf ca. 1300 m gelegenen Großstadt und
besuchen Tommy und Rosa in 'Harhorin'. Die asphaltierte Straße von Ulan-Baatar
ist knapp 185 km lang ziemlich löchrig, bevor uns plötzlich ein herrlich ebener
"Schmuseteer" bis zur Abzweigung nach 'Harhorin' begleitet. Die
letzten 17 km Asphalt für lange Zeit und wir erreichen das Städtchen mit der
riesigen, buddhistischen Klosteranlage "Erdenet-Zuu". Hier bauen wir
abends unsere Zelte am 'Orchon-Fluss' auf. Um dorthin zu kommen, müssen wir
unsere erste kleinere Flußdurchquerung meistern - eigentlich gar nicht so
schwer, nur nass.
Drei Tage bleiben wir an
unserem knapp 1400 m hoch gelegenem Plätzchen am Fluß. Leider nehmen wir die
vielen Warnungen vor Diebstahl nicht ernst genug und so verschwinden am zweiten
Tag zuerst Ochirs Handtuch und dann unser "Fresssack", bestückt mit
Lebensmitteln und Besteck. Nur gut, daß nichts wertvolleres verschwindet.
Wir nutzen die Zeit hier zum
Reifenwechsel an der T?n?r?, erneutes Festschrauben des wackeligen Schalthebels
der "Dicken" und zum Auskurieren unseres Durchfalls. Der kommt nicht
vom mongolischen Essen - ein Infekt hat uns zwei erwischt, aber nach drei
Tagen sind wir beide wieder fahrtauglich und nach dem Besuch des Klosters
verlassen wir 'Harhorin' und somit
auch die asphaltierte Straße.
Eine gut fahrbare Schotterpiste
wechselt sich mit wild verzweigten Erdpisten ab und wir kommen bis kurz nach 'Tsetserleg', wo wir auf ca. 1800 m neben
drei Gers und einer kleinen Yak-Herde unser Lager aufschlagen. Auf dem Weg
hierher wurden wir bereits in ein Ger zum üblichen Milch-Tee eingeladen, als
wir das "mongolische GPS" benutzt haben. Das "Ger Positioning
System" empfiehlt sich von Zeit zu Zeit - man fragt einfach sooft an den
Gers nach dem Weg, bis man auf der richtigen Piste ist - absolut zuverlässig!
Bei malerischer Kulisse und
fantastischen Lichtspielen auf de
baumlosen Bergen, machen wir uns am 26.07. auf den Weg zum
'Terhiintzaagan Nuur' (weißer See).
Von den Nomaden bekommen wir
noch ein paar mongolische Spezialitäten mit auf den Weg: frische Butter (Ôröm),
getrockneter Joghurt (Aaruul) und eine kleine Flasche Yak-Schnaps (Nermäl
Arhi). So ausgerüstet fahren wir, wenn möglic,h auf den erdigen Nebenpisten -
die teilweise tiefschottrige, löchrige und mit Wellblech versehene Hauptpiste
macht keinen Spaß - auf über 2000 m mit herrlicher Landschaft nach 'Jargalant'. Hier müssen wir 80-Oktan
Benzin in die Tanks füllen, was wir mit deutlichem Leistungsverlus im oberen
Drehzahlbereicht von den Motorrädern quittiert bekommen. Im Ort biegen wir
rechts ab und zahlen am Eingang des Naturschutzparks jeder 3000,- TUK Eintritt.
Nur Ochir als Mongole kommt mit 300,- TUK billiger weg. Eine abenteuerliche
Holzbrücke bringt uns in den alten Vulkankrater und eine noch abenteuerliche
Bergpassage an den wunderschönen See. Nach 171 km schlagen wir unser Lager an
der ziemlich touristischen Nordküste des Sees auf. Wir nutzen die drei Tage
hier zum Ausschlafen, baden und gönnen uns endlich das erste Paket
Mousse-au-chocolat von 'Trekking-Mahlzeiten' - ein fantastischer Genuss!
Am 29.07. nehmen wir die kleine
Piste entlang der Nordküste, erklimmen im Trial-Stil einen wunderschönen Pass
und werden, im Tal angekommen von einem heftigen Regenschauer überrascht. Im
nächsten Ger finden wir Unterschlupf und werden von den sehr gastfreundlichen
Nomaden auch gleich zum stärkenden Milchtee und einer kräftigen Suppe
eingeladen. Auf der aufgeweichten Erdpiste kommen wir nicht weit und bei
erneutem Regen bauen wir unsere Zelte neben einer leeren Hütte an der Piste auf.
Da unsere Vorräte nicht auf diesen Stop eingerichtet sind, besorgt Ochir vom
nächsten Gercamp etwas Mehl und getrocknetes Hammelfleisch. Bei Fladenbrot aus
der Pfanne und einer deftigen Hammelsuppe beenden wir nach "nur" 65
km diesen regnerischen Tag.
Der nächste Tag bringt uns auch
nur 38 km weiter - da wir wegen einer tiefschwarzen Regenfront bereits kurz
nach 'Jargalant' unser Lager am Fluss
'Ider' aufschlagen. Die dunklen Wolken ziehen natürlich wieder
ab und wir nutzen den frühen Stop, um im Ort endlich den nervenden Schalthebel
der XL festschweißen zu lassen.
Am 31.07. bietet uns die Piste
so ziemlich alles - grober Kies, ebene Erdpiste und einige, teilweise recht
anspruchsvolle Berpassagen. In 'Shine
Ider' stärken wir uns mit den geliebten "Huzuur und zelten nach 112 km in einem Tal neben
einer Gruppe Gers.
Die recht schlammige Erdpiste
Richtung 'Morön' wird bald von einer
neuen und sehr gut fahrbaren Schotterpiste abgelöst und bringt uns über einen
weiteren Pass in ein waldreiches Tal. Kurz vor 'Morön' führt eine neue Betonbrücke über die 'Dolgermorön'. In der reizlosen Stadt bekommen wir wieder guten 93er
Sprit für die Motorräder, tauschen Geld und kaufen ein. Natürlich nicht, ohne
uns wieder ein paar "Huzuur" zu gönnen. Wir verlassen die kälteste
Stadt der Mongolei (hmm, heute war es knalleheiß...) am kleinen Flughafen
vorbei, biegen danach rechts ab auf die Erdpiste Richtung 'Khatgal' und rasten am kleinen See 'Erhöl'.
Zum sechsmonatigen
"Jubiläum" unserer Reise erreichen wir dann die touristische kleine
Stadt 'Khatgal' am Fluss 'Eg', dem Ablauf des 'Hovsgöl-Sees'. Auf 1536 müM leben hier
knapp 2500 Einwohner vom Tourismus und Fischfang.
Nach einer Nacht im
Touristen-Camp "Door to Nature" mit Tommy und Rosa, fahren wir alle
zusammen über die unwegsame Erdpiste an die Westküste des, "kleiner Bruder
des Baikals" genannten und bis zu 223 m tiefen Trinkwasser-Sees. Bis zum
Juni kann es dauern, bis der riesige See ganz aufgetaut ist und das Wasser ist
noch immer recht frisch und glasklar.
Der Tourismus boomt und da man
auf dieser Seite des Sees nur ca. 20 km weit mit dem Fahrzeug (eigentlich auch
nur mit geländegängigen, aber die Mongolen quälen auch ihre Straßenautos hier
durch...) kommt, ist die "Zeltdichte" dementsprechend hoch. Auch wir
bekommen schon am ersten Tag zwei Familien als unmittelbare Nachbarn. Unhöflich
wie wir sind, begrüßen wir sie nicht gerade mit den freundlichsten Gesichtern. Ein
Fehler, denn wie sich zeigt, sind sie sehr nett und wir verbringen noch den ein
und anderen netten Abend zusammen.
Auch auf dem Wasser ist
ziemlich viel los - "Spaßdampfer" beschallen den See, Motorboote
knattern vorbei und ein Katamaran zieht, lautlos (!) seine Runden. Die Ostküste
ist ziemlich leer, allerdings soll man dort auch noch schlechter ans Wasser
kommen, was wir jedoch nicht ausprobieren. Vier Tage verbringen wir hier,
grillen die ersten Rindersteaks seit langer Zeit (1 kg aus dem Pappkarton für
1000,- TUK !), baden und machen Urlaub.
Wir mieten uns drei Pferde und
reiten ein wenig die Küste nach Norden. Carsten bevorzugt die 46 Pferde der XL,
da sein Gaul lieber frißt als läuft, Alex kann allerdings nicht genug bekommen
und gallopiert noch ins Dorf zum "Huzuur" kaufen. Ochir versucht die
vier Tage lang verzweifelt frischen Fisch zu kaufen - es gibt die Grätentiere
hier allerdings nur in geräuchertem Zustand. Schmecken allerdings auch nicht
schlecht.
Tommy und Rosa ziehen nach zwei
Tagen weiter nach Ulan-Baatar, wir bleiben noch bis zum 07.08., bevor wir uns
ebenfalls auf den Weg in die Hauptstadt machen.
Unser Rückweg führt uns wieder
ins reizlose 'Morön', wo wir nach
Osten abbiegen und die grobschottrige Piste läßt uns immer wieder auf die
Erdpisten ausweichen. Nach 'Tosontsengel'
wird es dann teilweise sandig, teils erwartet uns die geliebte Erdpiste, bevor
wir nach 182 km die Zelte aufschlagen. Am nächsten Tag kämpfen wir uns knapp 70
km über eine ungemütliche, löchrige, mit Sand, Kieseln und Wellblech versehene
Piste bis nach 'Ih-Uhl', wo wir uns
eine stärkende Suppe genehmigen. Auf einem kleinen Pass, einige km vor dem Ort,
treffen wir auf eine mongolische TV-Produktion. "Hello Mongolia"
interviewt und filmt uns für die Ausstrahlung im Oktober 2005.
Dann, nach der Mittagspause
erwischt es Alex und ihre MuZ. Beim Wechseln von der sandigen Hauptpiste auf
die paralllel verlaufende Erdpiste, versteckt sich ein großer Stein im Gras und
bescheert ihr einen recht üblen Sturz. Zum Glück landet sie mit der MuZ im Sand
und bis auf einige Prellungen und verbogenem Stahl ist nichts Schlimmes
passiert. Doch die letzten zwei Fahrtage bis Ulan-Baatar sind dann
dementsprechend anstrengend für Alex.
In 'Bulgan' werden wir von Ochirs Tante empfangen und mit unseren
geliebten 'Huzuur' vollgestopft. Der Weg dorthin war wegen der teilweise üblen
Hauptpiste ohne Ausweichmöglichkeiten sehr anstrengenn.
Am 11.08. nehmen wir die
letzten km Piste bis 'Erdenet' in
Angriff - rund 65 km feinste Erd- und Schotterpiste führen an der langen
Baustelle der neuen Asphaltstraße entlang. Diese Straße wird von Kuwait
gesponsert und sieht so aus, als ob sie bis 2006 fertig würde.
Ab 'Erdenet' "fliegen" wir auf "Schmuseteer" bis
zur Abzweigung in 'Darhan' und von
dort weiter auf der, uns bereits bekannten und guten Asphaltstraße nach 'Ulan-Baatar'. 460 km liegen hinter uns
und wir gönnen uns erst einmal ein richtiges SchniPoSa im legendären Biergarten
"Khan-Bräu" - das haben wir
uns verdient!
Wieder im Hotel "Panda" einquartiert, verbringen wir
noch ein paar Tage in der Millionenstadt, bevor wir weiter ziehen nach 'Suchbaatar' zu Ochirs Familie. Danach
erwartet uns wieder das "vertraute" Väterchen Russland.
Irgendwie sind uns die vier
Wochen nicht genug und wir verlängern in Ulan-Baatar unsere Visa für 10 Tage. Im
Ministerium für Ausländer und Tourismus (in der Nähe des Staatszirkus am Anfang
der "Peace Bridge" - nicht das ausserhalb gelegene Amt
nehmen!) bekommen wir für 21,- USD ( nur neue Scheine!) und 5000,- TUK p.P.
innerhalb weniger Tage die Verlängerung. Für die Beantragung muß man auf einem
Blatt die Begründung aufschreiben und das man eine Verlängerung beantragt. Als
Grund haben wir lediglich angegeben, das wir mehr Zeit zum Reisen brauchen -
war ok. Das Registrierungsformular kostet 1000,- TUK und den Pass kann man für
100,- TUK kopieren lassen. 200,- TUK sind wir beim Bezahlen an der Kasse
nochmals los geworden - wofür auch immer...
Ein Passbild wird für das neue
Antragsformular benötigt - das sollte man vorher besorgen.
Die Tage in der Hauptstadt
verbringen wir mit Ausschlafen, Shoppen, Sightseeing und allem, was nicht mit
Motorradfahren zu tun hat :-)
Ulan-Baatar gehört bestimmt nicht zu den schönsten
Städten, hat aber dennoch die ein und andere Sehenswürdigkeit und nette Ecke zu
bieten. Wenn man lange genug sucht, bekommt man hier fast alles.