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 MONGOLEI km: 16533 - 18335

Weltreiseberichte Feb. - Okt. 2005
  • Benzin: meist 76 - 80 Oktan, ca. 700,- TUK / Liter. In den Aimag-Hauptstädten (im Zentral-Aimag auch manchmal öfters) auch 92 Oktan, ca. 790,- Tukruk
  • Währung: Tukruk, 1490 TUK - 1 € (13.08.05)

Um es gleich vorneweg zu sagen - wir könnten bereits jetzt ein ganzes Buch über dieses faszinierende Land schreiben. Dieser Bericht wird zwar lang, aber dennoch nur eine Zusammenfassung sein.



Die Tour:

Am 17.07.2005 verlassen wir das mittlerweile vertraute Russland und machen uns über die A/M 165 auf den Weg zum Grenzübergang bei 'Khiagta'. Anfangs gut asphaltiert, wir der Belag bald schlechter und bei dem einsetzenden Regen stellenweise recht schmierig. Die Landschaft wird immer baumloser und die sanften Hügel geben einen kleinen Vorgeschmack auf die mongolische Landschaft.

Die Ausreise aus Russland verläuft problemlos, die Einreise in die Mongolei mit unseren, in Ulan-Ude besorgten, 30-Tage Visa ist ebenso recht reibungslos. Für 1100,- Rubel pro Motorrad müssen wir eine Haftpflichtversicherung abschließen. Die Gültigkeit beschränkt sich zwar auf zwei Wochen, aber laut dem gut gelaunten Grenzer interessiert dies sowieso keinen... Nach knapp zweieinhalb Stunden haben wir alle Stempel beisammen und unser mongolischer Freund Ochir empfängt uns mit seinen Brüdern nach der Grenze. Wir freuen uns riesig, endlich im "Reich des Dschingis Khan" angekommen zu sein und die knapp 20 km bis zu dem Haus von Ochirs Eltern verbringen wir mit dem ein und anderen Jubelschrei.

Aufs herzlichste werden wir in Suchbaatar empfangen und mit dem traditionellen Tee, einem Festessen, Vodka und einem, uns zu Ehren, frisch geschlachteten Schaaf verwöhnt.

Am nächsten Tag begleitet uns eine Reporterin und ihr Kameramannn zu drei Schulen, denen wir unsere mitgebrachten Fußbälle schenken. Dummerweise sind zur Zeit drei Monate Schulferien und wir werden daher immer von den Schulleitern empfangen, die sich jedoch sehr über die Bälle freuen und auch gut gebrauchen können. Ochir hat die schwierige Aufgabe zu dolmetschen. Dies ist aufgrund der komplett anderen Ausdrucksweise im Mongolischen nicht immer ganz einfach.

Nach einem Ausflug zu einem herrlichen Aussichtsplatz über die wild verschlungene 'Selenge' und deren Tal, beenden wir diesen Tag erneut bei einem Festessen.

Am 19.07. machen wir uns auf den Weg in die Hauptstadt 'Ulan-Baatar'. An den bekannten heiligen Bäumen, ein paar km südlich von Suchbaatar, werden wir, der Tradition entsprechend verabschiedet. Blaue Tücher werden an die Bäume gebunden, Steine und Reis auf die "Owoos" (Steinhaufen mit einem Pfahl in der Mitte) verteilt, während wir dreimal herumlaufen und unsere Wünsche loswerden. Milch wird als kleine Opfergabe auf die Tücher und vor der Abfahrt an den Motorrädern verteilt und wir bekommen auch von dem heiligen Sand etwas in Taschen und Stiefel.

Gegen Mittag geht es dann auf die sehr gute und schön verlaufende Landstraße nach Ulan-Baatar.

Von denn knapp 2,5 Mio. Mongolen leben eine Millionen in der, nicht gerade reizvollen und mit chaotischem Verkehr angereicherten Metropole.

Nachdem wir Tommy und Rosa im Hotel "Panda" besucht und uns ebenfalls für 22000,- TUK pro Nacht, incl. Garagenplatz dort eingemietet haben, geht's zum berühmten Biergarten "Khan-Bräu". Bei echtem deutschen Bier und dem ersten SchniPoSa seit über fünf Monaten kommen wir an - welch ein lang vermisster Genuß!

Tommy und Rosa sind bereits einige Tage in der Stadt und haben Kontakt zur Hilfsorganisation "HELP! international" aufgenommen. Marianne, eine der hoch motivierten Mitarbeiterinnen der christlichen Organisation holt uns am nächsten Tag mit dem Taxi ab und mit unseren, mit Fußbällen vollgeladenen Motos folgen wir ihr zum Ferienlager außerhalb der Stadt, wo die Kinder zur Zeit ihre Schulferien verbringen. HELP! ist eine ehrenamtliche Organisation, mit weltwei ca. 114 Mitarbeitern, die sich durch Spenden selber finanziert. Mit Heimen rund um den Globus, kümmern sie sich um die Straßenkinder, Drogenabhängigen, Waisen und straffällig gewordenen Kinder.

Einige der Kinder erzählen uns ihre Schicksale und wie sie durch den Glauben an Jesus aus diesen ausbrechen konnten. Fast alle erzählen von Schlägen durch die alkoholisierten Eltern und Geschwister, eines mußte sogar einen Mord im Ger mit ansehen. Der Gedanke des Missionierens (in der Mongolei herrscht eine Mischung aus Buddhismus und Schamanismus) hat uns zwar bisher immer ein wenig mißfallen, aber den Kindern hier hilft der Glaube an Gott sehr.

Nach dem Besuch in dem Camp, fahren wir mit Marianne und dem kleinen "Herzensbrecher" 'Bumbuur le', was übersetzt 'Bällchen' bedeutet (wie passend...), in eine der Wohngemeinschaften in der Stadt. In 5 Zimmern leben hier 13 Kinder zusammen mit zwei Betreuerinnen auf engem Raum. Jede Betreuerin hat "ihre" kleine Familie, mit der sie gemeinsam lebt. Bei Limonade und Fotos erfahren wir mehr über das Leben hier und staunen immer wieder über das große Engagement der Mitarbeiter. Zur Zeit ist ein neues Haus am Rande der Stadt in Bau, damit noch mehr Kinder aufgenommen werden können. Besonders Möbel und Einrichtungsgegenstände fehlen hier noch. Wer Interesse hat, den Kindern in UB zu helfen, sei es durch Patenschaften oder Spenden, darf uns gerne eine Email schicken. Wir leiten diese dann weiter an Marianne.

Zum Abschluß unseres interessanten Besuches, bringen unsere Fußbälle Kinderaugen zum Strahlen. Wir wünschen den Kids in Ulan-Baatar viel Spaß damit und den Mitarbeitern weiterhin so viel Geduld und Durchhaltevermögen!

Nach einem weiteren, fantastisch großen und leckeren Schitzel mit Kartoffelsalat im "Great-Mongol" fallen wir spät abends müde und beeindruckt in unsere Hotelbetten.

Unseren letzten Tag in Ulan-Baatar verbringen wir mit Ersatzteile-Suchen und -Beschaffen (bei km-Stand 49653 gibt auch die Tachoschnecke der 'Dicken' den Geist auf, unsere vorderen Ritzel weisen erneut deutliche Verschleißspuren auf und Ochirs T?n?r? braucht einen frischen Hinterreifen). Tachoschnecke und Reife haben wir auftreiben können, unsere Ritzel müssen einfach durchhalten...

Dann, am 22.07. verlassen wir die von Abgasen geschwängerte Luft der auf ca. 1300 m gelegenen Großstadt und besuchen Tommy und Rosa in 'Harhorin'. Die asphaltierte Straße von Ulan-Baatar ist knapp 185 km lang ziemlich löchrig, bevor uns plötzlich ein herrlich ebener "Schmuseteer" bis zur Abzweigung nach 'Harhorin' begleitet. Die letzten 17 km Asphalt für lange Zeit und wir erreichen das Städtchen mit der riesigen, buddhistischen Klosteranlage "Erdenet-Zuu". Hier bauen wir abends unsere Zelte am 'Orchon-Fluss' auf. Um dorthin zu kommen, müssen wir unsere erste kleinere Flußdurchquerung meistern - eigentlich gar nicht so schwer, nur nass.

Drei Tage bleiben wir an unserem knapp 1400 m hoch gelegenem Plätzchen am Fluß. Leider nehmen wir die vielen Warnungen vor Diebstahl nicht ernst genug und so verschwinden am zweiten Tag zuerst Ochirs Handtuch und dann unser "Fresssack", bestückt mit Lebensmitteln und Besteck. Nur gut, daß nichts wertvolleres verschwindet.

Wir nutzen die Zeit hier zum Reifenwechsel an der T?n?r?, erneutes Festschrauben des wackeligen Schalthebels der "Dicken" und zum Auskurieren unseres Durchfalls. Der kommt nicht vom mongolischen Essen - ein Infekt hat uns zwei erwischt, aber nach drei Tagen sind wir beide wieder fahrtauglich und nach dem Besuch des Klosters verlassen wir 'Harhorin' und somit auch die asphaltierte Straße.

Eine gut fahrbare Schotterpiste wechselt sich mit wild verzweigten Erdpisten ab und wir kommen bis kurz nach 'Tsetserleg', wo wir auf ca. 1800 m neben drei Gers und einer kleinen Yak-Herde unser Lager aufschlagen. Auf dem Weg hierher wurden wir bereits in ein Ger zum üblichen Milch-Tee eingeladen, als wir das "mongolische GPS" benutzt haben. Das "Ger Positioning System" empfiehlt sich von Zeit zu Zeit - man fragt einfach sooft an den Gers nach dem Weg, bis man auf der richtigen Piste ist - absolut zuverlässig!

Bei malerischer Kulisse und fantastischen Lichtspielen auf de baumlosen Bergen, machen wir uns am 26.07. auf den Weg zum 'Terhiintzaagan Nuur' (weißer See).

Von den Nomaden bekommen wir noch ein paar mongolische Spezialitäten mit auf den Weg: frische Butter (Ôröm), getrockneter Joghurt (Aaruul) und eine kleine Flasche Yak-Schnaps (Nermäl Arhi). So ausgerüstet fahren wir, wenn möglic,h auf den erdigen Nebenpisten - die teilweise tiefschottrige, löchrige und mit Wellblech versehene Hauptpiste macht keinen Spaß - auf über 2000 m mit herrlicher Landschaft nach 'Jargalant'. Hier müssen wir 80-Oktan Benzin in die Tanks füllen, was wir mit deutlichem Leistungsverlus im oberen Drehzahlbereicht von den Motorrädern quittiert bekommen. Im Ort biegen wir rechts ab und zahlen am Eingang des Naturschutzparks jeder 3000,- TUK Eintritt. Nur Ochir als Mongole kommt mit 300,- TUK billiger weg. Eine abenteuerliche Holzbrücke bringt uns in den alten Vulkankrater und eine noch abenteuerliche Bergpassage an den wunderschönen See. Nach 171 km schlagen wir unser Lager an der ziemlich touristischen Nordküste des Sees auf. Wir nutzen die drei Tage hier zum Ausschlafen, baden und gönnen uns endlich das erste Paket Mousse-au-chocolat von 'Trekking-Mahlzeiten' - ein fantastischer Genuss!

Am 29.07. nehmen wir die kleine Piste entlang der Nordküste, erklimmen im Trial-Stil einen wunderschönen Pass und werden, im Tal angekommen von einem heftigen Regenschauer überrascht. Im nächsten Ger finden wir Unterschlupf und werden von den sehr gastfreundlichen Nomaden auch gleich zum stärkenden Milchtee und einer kräftigen Suppe eingeladen. Auf der aufgeweichten Erdpiste kommen wir nicht weit und bei erneutem Regen bauen wir unsere Zelte neben einer leeren Hütte an der Piste auf. Da unsere Vorräte nicht auf diesen Stop eingerichtet sind, besorgt Ochir vom nächsten Gercamp etwas Mehl und getrocknetes Hammelfleisch. Bei Fladenbrot aus der Pfanne und einer deftigen Hammelsuppe beenden wir nach "nur" 65 km diesen regnerischen Tag.

Der nächste Tag bringt uns auch nur 38 km weiter - da wir wegen einer tiefschwarzen Regenfront bereits kurz nach 'Jargalant' unser Lager am Fluss 'Ider' aufschlagen. Die dunklen Wolken ziehen natürlich wieder ab und wir nutzen den frühen Stop, um im Ort endlich den nervenden Schalthebel der XL festschweißen zu lassen.

Am 31.07. bietet uns die Piste so ziemlich alles - grober Kies, ebene Erdpiste und einige, teilweise recht anspruchsvolle Berpassagen. In 'Shine Ider' stärken wir uns mit den geliebten "Huzuur und zelten nach 112 km in einem Tal neben einer Gruppe Gers.

Die recht schlammige Erdpiste Richtung 'Morön' wird bald von einer neuen und sehr gut fahrbaren Schotterpiste abgelöst und bringt uns über einen weiteren Pass in ein waldreiches Tal. Kurz vor 'Morön' führt eine neue Betonbrücke über die 'Dolgermorön'. In der reizlosen Stadt bekommen wir wieder guten 93er Sprit für die Motorräder, tauschen Geld und kaufen ein. Natürlich nicht, ohne uns wieder ein paar "Huzuur" zu gönnen. Wir verlassen die kälteste Stadt der Mongolei (hmm, heute war es knalleheiß...) am kleinen Flughafen vorbei, biegen danach rechts ab auf die Erdpiste Richtung 'Khatgal' und rasten am kleinen See 'Erhöl'.

Zum sechsmonatigen "Jubiläum" unserer Reise erreichen wir dann die touristische kleine Stadt 'Khatgal' am Fluss 'Eg', dem Ablauf des 'Hovsgöl-Sees'. Auf 1536 müM leben hier knapp 2500 Einwohner vom Tourismus und Fischfang.

Nach einer Nacht im Touristen-Camp "Door to Nature" mit Tommy und Rosa, fahren wir alle zusammen über die unwegsame Erdpiste an die Westküste des, "kleiner Bruder des Baikals" genannten und bis zu 223 m tiefen Trinkwasser-Sees. Bis zum Juni kann es dauern, bis der riesige See ganz aufgetaut ist und das Wasser ist noch immer recht frisch und glasklar.

Der Tourismus boomt und da man auf dieser Seite des Sees nur ca. 20 km weit mit dem Fahrzeug (eigentlich auch nur mit geländegängigen, aber die Mongolen quälen auch ihre Straßenautos hier durch...) kommt, ist die "Zeltdichte" dementsprechend hoch. Auch wir bekommen schon am ersten Tag zwei Familien als unmittelbare Nachbarn. Unhöflich wie wir sind, begrüßen wir sie nicht gerade mit den freundlichsten Gesichtern. Ein Fehler, denn wie sich zeigt, sind sie sehr nett und wir verbringen noch den ein und anderen netten Abend zusammen.

Auch auf dem Wasser ist ziemlich viel los - "Spaßdampfer" beschallen den See, Motorboote knattern vorbei und ein Katamaran zieht, lautlos (!) seine Runden. Die Ostküste ist ziemlich leer, allerdings soll man dort auch noch schlechter ans Wasser kommen, was wir jedoch nicht ausprobieren. Vier Tage verbringen wir hier, grillen die ersten Rindersteaks seit langer Zeit (1 kg aus dem Pappkarton für 1000,- TUK !), baden und machen Urlaub.

Wir mieten uns drei Pferde und reiten ein wenig die Küste nach Norden. Carsten bevorzugt die 46 Pferde der XL, da sein Gaul lieber frißt als läuft, Alex kann allerdings nicht genug bekommen und gallopiert noch ins Dorf zum "Huzuur" kaufen. Ochir versucht die vier Tage lang verzweifelt frischen Fisch zu kaufen - es gibt die Grätentiere hier allerdings nur in geräuchertem Zustand. Schmecken allerdings auch nicht schlecht.

Tommy und Rosa ziehen nach zwei Tagen weiter nach Ulan-Baatar, wir bleiben noch bis zum 07.08., bevor wir uns ebenfalls auf den Weg in die Hauptstadt machen.

Unser Rückweg führt uns wieder ins reizlose 'Morön', wo wir nach Osten abbiegen und die grobschottrige Piste läßt uns immer wieder auf die Erdpisten ausweichen. Nach 'Tosontsengel' wird es dann teilweise sandig, teils erwartet uns die geliebte Erdpiste, bevor wir nach 182 km die Zelte aufschlagen. Am nächsten Tag kämpfen wir uns knapp 70 km über eine ungemütliche, löchrige, mit Sand, Kieseln und Wellblech versehene Piste bis nach 'Ih-Uhl', wo wir uns eine stärkende Suppe genehmigen. Auf einem kleinen Pass, einige km vor dem Ort, treffen wir auf eine mongolische TV-Produktion. "Hello Mongolia" interviewt und filmt uns für die Ausstrahlung im Oktober 2005.

Dann, nach der Mittagspause erwischt es Alex und ihre MuZ. Beim Wechseln von der sandigen Hauptpiste auf die paralllel verlaufende Erdpiste, versteckt sich ein großer Stein im Gras und bescheert ihr einen recht üblen Sturz. Zum Glück landet sie mit der MuZ im Sand und bis auf einige Prellungen und verbogenem Stahl ist nichts Schlimmes passiert. Doch die letzten zwei Fahrtage bis Ulan-Baatar sind dann dementsprechend anstrengend für Alex.

In 'Bulgan' werden wir von Ochirs Tante empfangen und mit unseren geliebten 'Huzuur' vollgestopft. Der Weg dorthin war wegen der teilweise üblen Hauptpiste ohne Ausweichmöglichkeiten sehr anstrengenn.

Am 11.08. nehmen wir die letzten km Piste bis 'Erdenet' in Angriff - rund 65 km feinste Erd- und Schotterpiste führen an der langen Baustelle der neuen Asphaltstraße entlang. Diese Straße wird von Kuwait gesponsert und sieht so aus, als ob sie bis 2006 fertig würde.

Ab 'Erdenet' "fliegen" wir auf "Schmuseteer" bis zur Abzweigung in 'Darhan' und von dort weiter auf der, uns bereits bekannten und guten Asphaltstraße nach 'Ulan-Baatar'. 460 km liegen hinter uns und wir gönnen uns erst einmal ein richtiges SchniPoSa im legendären Biergarten "Khan-Bräu" - das haben wir uns verdient!

Wieder im Hotel "Panda" einquartiert, verbringen wir noch ein paar Tage in der Millionenstadt, bevor wir weiter ziehen nach 'Suchbaatar' zu Ochirs Familie. Danach erwartet uns wieder das "vertraute" Väterchen Russland.

Irgendwie sind uns die vier Wochen nicht genug und wir verlängern in Ulan-Baatar unsere Visa für 10 Tage. Im Ministerium für Ausländer und Tourismus (in der Nähe des Staatszirkus am Anfang der "Peace Bridge" - nicht das ausserhalb gelegene Amt nehmen!) bekommen wir für 21,- USD ( nur neue Scheine!) und 5000,- TUK p.P. innerhalb weniger Tage die Verlängerung. Für die Beantragung muß man auf einem Blatt die Begründung aufschreiben und das man eine Verlängerung beantragt. Als Grund haben wir lediglich angegeben, das wir mehr Zeit zum Reisen brauchen - war ok. Das Registrierungsformular kostet 1000,- TUK und den Pass kann man für 100,- TUK kopieren lassen. 200,- TUK sind wir beim Bezahlen an der Kasse nochmals los geworden - wofür auch immer...

Ein Passbild wird für das neue Antragsformular benötigt - das sollte man vorher besorgen.

Die Tage in der Hauptstadt verbringen wir mit Ausschlafen, Shoppen, Sightseeing und allem, was nicht mit Motorradfahren zu tun hat :-)

Ulan-Baatar gehört bestimmt nicht zu den schönsten Städten, hat aber dennoch die ein und andere Sehenswürdigkeit und nette Ecke zu bieten. Wenn man lange genug sucht, bekommt man hier fast alles.



 
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